Aromatherapie

ein Bestandteil der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Professionell arbeitende Aromatherapeuten verwenden die ätherischen Öle von Heilpflanzen zur Behandlung von Krankheiten. Da bei der Aromatherapie eine enge Verbindung zu den Gefühlen oder Erinnerungen (limbisches System, siehe oben) hergestellt werden kann, wird sie auch zur Unterstützung zum Beispiel in der psychosomatischen Medizin oder in der Psychotherapie eingesetzt.

Für Zuhause geeignet

Das Gute an der Aromatherapie: Sie eignet sich auch zum Einsatz für Zuhause. Wer Freunde und Interesse daran hat, kann sich entsprechendes Wissen aneignen. Dazu gehört zum einen Lesen von entsprechenden Fachbüchern, zum anderen Experimentierfreude. Denn schließlich wirkt jede Heilpflanze anders. In Fachbüchern ist nachzulesen, wann welche Heilpflanze einzusetzen ist. Doch es kann auch persönliche Unterschiede in der Wirkweise bei Menschen geben. Am besten ist es, wenn Interessierte beim Experimentieren mit sich selbst beginnen, bevor die Öle bei anderen eingesetzt werden. Fragen stellen sich wie:

– Welche Wirkung lässt sich mit wieviel Öl erreichen?
– Gibt es Wirkunterschiede beim Einsatz von besonders wenigem/ vielem Öl?
– Gibt es Öle, die manche Menschen nicht vertragen? Und warum ist das möglicherweise so?

Die Kunst ist, dem Wesen der Heilpflanze und ihren Möglichkeiten näher zu kommen. Dazu bedarf es Übung, genaues Hinschauen und -Fühlen. Notizen über die Mischungsverhältnisse oder Erfahrungen können helfen – es kann nämlich auch leicht etwas Wichtiges in Vergessenheit geraten.

Und: Für die Aromatherapie gilt das Gleiche wie für einen Garten. Dieser kann auch nicht innerhalb eines Monats zufriedenstellend beackert werden. Statt dessen wächst und gedeiht er mit Geduld und mit einem langfristig angelegtem Plan.

Das gleiche gilt für die Aromatherapie. Um sich nicht in der Überzahl von Möglichkeiten zu verlieren, könnten sich eigene Vorlieben (welche Pflanze/ Duft liegt mir am nächsten) eignen, um mit dem Ausprobieren zu beginnen. Lieber mit zwei Ölen/ Heilpflanzen anfangen und dann schrittweise die Erfahrungen auf andere ätherische Öle ausweiten. Diese Herangehensweise ist auch besser für das Portemonnaie: Denn echte ätherische Öle sind teuer.

Bei der Aromatherapie wird auf die ätherischen Öle von Heilpflanzen gesetzt. Die Kunst ist, dem Wesen der Heilpflanze näher zu kommen, und sie dann therapeutisch richtig einzusetzen.

Wir machen täglich Erfahrungen mit Düften. Natürliche Düfte von Rosen, Lavendel oder einer frisch gemähten Heuwiese können Wohlbehagen oder Freude auslösen. Jeder Mensch hat auch schon einmal erlebt, dass ein Duft (zum Beispiel von frisch gebackenem Hefekuchen) eine längst vergessen geglaubte Kindheitserinnerung schlagartig wieder ins Gedächtnis bringt. Dagegen kann ein zu stark aufgetragenes Parfüm ins Gegenteil umschlagen und Ablehnung, Unbehagen oder Ekel auslösen.

Düfte (oder Gerüche) beeinflussen uns auf unbewusste Weise. Wissenschaftler nehmen an, dass Düfte über das Riechzentrum zum limbischen System gelangen. Dies ist ein Teil des Gehirns, welches für die Gefühle zuständig sein soll. Da das Wissen über unser Gehirn als wenig gesichert gilt, wird über dieses komplexe System weiterhin spekuliert. Die meisten Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass Sympathie, Antipathie, sexuelles Verlangen, Erinnerungen, Schmerzwahrnehmungen oder – Erinnerungen über das limbische System beeinflusst werden können.

Bei der Aromatherapie bilden ätherische Öle von Heilpflanzen die Grundlage der Therapie. Wichtig: Es dürfen tatsächlich nur echte (keine synthetischen) ätherische Öle von Heilpflanzen Verwendung finden. Denn nur diese können auf Körper, Seele oder Geist des Menschen wohltuend oder heilsam einwirken.